Liebe Fahrgäste! Der Schifffahrtsbetrieb ruht. Vielen herzlichen Dank für Ihr Hoffen und Vertrauen in der Schifffahrtssaison 2018. Lassen Sie sich wieder in 2019 von unseren traumhaften Rundfahrten begeistern. Wir freuen uns auf Sie!
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zum See / Staumauer

Pressemitteilung: Zwischenziel erreicht – Fortsetzung des Aufstaus bis auf 778 mNN (3. September 2018)

Platzbedarf auf der Baustelle steigt für Arbeiten der Phase 2

Aufgrund der Regenfälle über das Wochenende war der Zufluss in den Forggensee so umfangreich wie seit Wochen nicht. Deshalb machte der am 2. Juli begonnene Aufstau deutliche Fortschritte. Die von der Kommission mit internen und externen Experten gesetzte Zwischenmarke von 773 mNN wurde in der Nacht zum Samstag überschritten. Aufgrund des erfolgreichen Abschlusses der ersten Projektphase, die durch die Erkundung und vor allem durch die Vergütung des Damms geprägt war, hatte die Expertenkommission in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt Kempten als amtlichen Sachverständigen bereits Ende Juli empfohlen, den Aufstau bis auf eine Zielmarke 778 mNN fortzusetzen. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass die Messwerte auf Unregelmäßigkeiten hinweisen, würde der Aufstau umgehend abgebrochen und das Wasser wieder kontinuierlich den Lech abgegeben werden.

Ausschlaggebend für den langsamen Aufstau waren die trockenen Witterung und das damit einhergehende geringe Wasserdargebot. Ein weiterer Grund ist die ökologisch bedingte Auflage, jederzeit eine Mindestmenge Wasser in den Lech abzugeben, so dass nicht der gesamte Zufluss für den Aufstau zur Verfügung steht oder phasenweise auch Wasser aus dem Forggensee an den Lech abgeben werden muss, um das Gesamtsystem Lech ab Roßhaupten bis zur Mündung in die Donau möglichst nicht durch zu geringes Wasserdargebot aus dem Gleichgewicht zu bringen. Bei einer Wasserfläche von über 10 Quadratkilometer und der intensiven Sonneneinstrahlung der letzten Wochen spielte auch die Verdunstung zwar eine kleine, aber nennenswerte Rolle.

Ob und wann die für die Forggensee-Schifffahrt notwendige Zielmarke 780,5 mNN noch in dieser Saison erreicht werden kann, hängt vom weiteren Wasserdargebot und der Entscheidung der Expertenkommission ab, die auf der Grundlage der Messwerte und der technischen Einschätzung des Damms nach dem Erreichen des neuerlichen Zwischenziels von 778 mNN ausgesprochen wird.

Mehr Platz für Gerät und Material

Mit dem Beginn der Phase 2, deren wesentliches Element das Einbringen der Erdbetonschlitzwand ist, steigt auch der Platzbedarf der Baustelle. Ebenfalls dem Einbringen der Schlitzwand dienen Vorarbeiten, die in den nächsten Wochen durch ein MIP-Gerät bis voraussichtlich Anfang Oktober erbracht werden (wir berichteten in der Pressemitteilung vom 26. Juli). Für die Erdbetonschlitzwand, die im Anschluss an die MIP-Wand erstellt wird wird eigens ein kleines Betonmischwerk auf der ehemaligen Parkfläche vor dem Windenhaus eingerichtet. Diese Anlage wird in Summe über 15.000 Kubikmeter Beton herstellen, der über Schlauchleitungen zu den Geräten geleitet wird, die das Material in den Dammkörper einbringen. Auf dem Parkplatz vor dem Kraftwerk wird entnommenes Material vor dem Abtransport zwischengelagert. Dieser Parkplatz wird deswegen zeitweise für die Öffentlichkeit gesperrt. Weitere Vorbereitungs- und Ablageflächen werden am landseitigen Dammfuß eingerichtet.

Pressemitteilung: Abschluss der Phase1 – Injektionen zur Vergütung des Dammkörpers komplett erfolgt

Fortsetzung des Aufstaus beschlossen – Damm erhält weltweit einmaliges Monitoringsystem (26. Juli 2018)

Die Phase 1, deren Ziel es war, den Damm soweit zu stabilisieren, dass ein Aufstauen möglich wird, ist erfolgreich abgeschlossen. Die Erkundungsbohrungen sind erfolgt und auch die Injektionsarbeiten sind abgeschlossen.

Die in den Damm eingebrachten Messeinrichtungen bestätigen weiterhin, dass der Damm durch die seit April eingebrachten Zement-Injektionen wieder soweit vergütet ist, dass der Aufstau weiter fortgesetzt werden kann. Wie alle Entscheidungen rund um die Erneuerung der Dammdichtung beruht auch diese Entscheidung auf der Empfehlung der mit internen und externen Experten besetzten Kommission und erfolgt in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt Kempten als amtlichen Sachverständigen. Alleiniges Kriterium ist stets die Sicherheit.

Wie schnell der See sich weiter füllt, ist naturgemäß abhängig von den Zuflüssen und damit von den Niederschlägen. Hinzu kommt die ökologisch bedingte Auflage, jederzeit eine Mindestmenge Wasser in den Lech abzugeben, so dass nicht der gesamte Zufluss für den Aufstau zur Verfügung steht. Der Aufstau würde umgehend abgebrochen und das aufgestaute Wasser wieder kontinuierlich den Lech abgegeben werden, sollten die Messwerte auf Unregelmäßigkeiten hinweisen.

Eine Entscheidung, ob und wann das Stauziel von 780,5 mNN angefahren wird, kann derzeit noch nicht getroffen werden. Auch eine Einschätzung ob und wann dieses Stauziel erreicht werden kann, ist aus den genannten Gründen nicht möglich.

Innovatives Monitoring: Neues Kontrollsystem auf Glasfaser-Basis

Aktuell laufen Vorbereitungen, ein neues Kontrollsystem aus Glasfaserkabeln in den Dammkörper einzubringen. Dieses, die gesamte Dammbreite und Dammhöhe umfassende System wird über in regelmäßigen Abschnitten eingebrachte Glasfaserkabel den gesamten Damm abdecken und damit ein hervorragendes Informationssystem zur laufenden Kontrolle des Damms darstellen. Der Roßhauptener Damm ist weltweit der erste Damm, der in diesem Umfang mit dieser modernen Überwachungsmethode ausgestatten wird. Die Einbringung dieses System wird voraussichtlich bis Ende August erfolgen. Allein für dieses Kontrollsystem wendet Uniper rund 500.000 Euro der mit insgesamt rund 20 Mio. Euro veranschlagten Bausumme auf.

An der Baustelle ist mittlerweile auch ein Groß-Bohrgerät in Aktion. Um den optimalen Fortschritt der Arbeiten für die Erneuerung der Dammdichtung sicherzustellen, wird dieses Großbohrgerät bis Mitte August teilweise rund um die Uhr arbeiten. Das Großbohrgerät ist über 33 m hoch und hat eine Leistung von 570 Kilowatt (das entspricht 775 PS). Auf dem Damm in Roßhaupten wird es dazu eingesetzt, durch gezielte, senkrechte Bohrungen den Untergrund für das Einbringen der Schlitzwandfräse vorzubereiten. Insbesondere geht es darum, einen Betonschacht im Inneren des Dammkörpers zu entfernen, der nicht mehr gebraucht wird, aber die Einbringung der Schlitzwand behindern würde. Für die mit den Arbeiten eventuell einhergehenden zusätzlichen Beeinträchtigungen bitten wir um Verständnis.

Ebenfalls dem Einbringen der Schlitzwand dienen Vorarbeiten, die ab Ende August durch ein MIP-Gerät bis voraussichtlich Ende September erbracht werden. Das MIP-Gerät (MIP = „Mixed In Place“) fertigt eine Art Schablone für das Schlitzwandgerät an, indem entlang der geplanten Trasse für die Schlitzwand der Boden an beiden Seiten im Abstand von einem Meter bis in eine Tiefe von maximal 9 m verfestigt wird, ähnlich einer Betonwand. Zwischen diesen Wänden wird später die bis in eine Tiefe von bis zu 80 m reichende Schlitzwand hergestellt.

Beitrag von Reutte TV RE1 zur Situation am Forggensee:

Uniper Pressemitteilung vom 06. Juni 2018

Erneuerung der Dammdichtung am Staudamm Roßhaupten: Zustand des Damms lässt derzeit noch keinen (Teil-)Aufstau zu
Auswertung der Erkundungsbohrungen weist auf umfangreichen Stabilisierungsbedarf hin
Auf der Grundlage der Empfehlung der mit internen und externen Experten besetzten Kommission und in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt Kempten als amtlichen Sachverständigen haben die Projektverantwortlichen bei Uniper entschieden, zum jetzigen Zeitpunkt den geplanten Teilaufstau des Forggensees noch nicht zu starten. Entscheidungsgrundlage bildeten die Auswertungen der seit Anfang April laufenden Bohrungen zur Erkundung des Bauuntergrunds sowie die zusätzlichen Informationen, die bei den Zement-Injektionen in den Dammkörper gewonnen wurden, aber auch die Auswertung der Messreihen einer Vielzahl – zum Teil neu – in den Damm eingebrachten Messinstrumente.

Die Gesamtschau der vorliegenden Informationen und deren intensive Analyse hat bestätigt, dass der Damm insbesondere auf der rechten Dammseite geschwächt ist. Er weist bereichsweise aber andere Schädigungen auf als angenommen, weswegen dort zusätzliche Zement-Injektionen zur Stabilisierung notwendig sind, die weitere Zeit in Anspruch nehmen werden. Diese zusätzlichen Arbeiten werden aktuell schon mit Hochdruck ausgeführt.

Die Entscheidung zum Teiltaufstau soll in den nächsten Wochen in Abhängigkeit des Baufortschritts getroffen werden, die Entscheidung zum Vollstau dann in der Folge in Abhängigkeit von der weiteren Analyse des Bauuntergrunds und dem Fortschritt und Erfolg der zusätzlichen Stabilisierungsmaßnahmen.

Ohne ausreichende Stabilität ist die Sicherheit des Damms nicht gewährleistet und ein Aufstau nicht möglich. Jede Entscheidung über einen Aufstau unterliegt einzig Sicherheitsüberlegungen.

Wir werden über den Verlauf der Baumaßnahme weiterhin zeitnah informieren. Auf der Internetseite der Uniper (https://www.uniper.energy/de/dammprojekt-rosshaupten) sind die jeweils aktuellen Informationen zu Baufortschritt und den notwendigen Umleitungen eingestellt.

Information zur Erneuerung der Dammdichtung
am Staudamm Roßhaupten und damit verbundenen
Einschränkungen der Fahrgastschifffahrt auf dem Forggensee

In der KW 12 wurde die Städtische Forggensee-Schifffahrt Füssen zusammen mit Behördenvertreter, Bürgermeister, Vereine und Dienstleister im Zusammenhang mit dem Forggensee über dringend notwendige Sanierungsarbeiten am Staudamm Roßhaupten informiert. Die Fa. Uniper betreibt alle Kraftwerke und Staumauern entlang des Lechs und teilte uns in einer Informationsveranstaltung über das unumgängliche Sanierungsprojekt unter anderem folgendes mit:
1. Der Fels im Gründungsbereich ist geschädigt aufgrund teilweise erodierter Klüfte.
2. Der Dammkern ist im rechten Dammbereich ebenfalls geschädigt.
Dies bedeutet, dass ein Aufstauen des Forggensees ohne Gegenmaßnahmen aus Sicherheitsgründen nicht mehr möglich ist.
In 2 Phasen wird ab sofort die Stabilität und Dichtheit wieder hergestellt:
1. Phase: Bereichsweise Injektionen und Bohrungen im Felsuntergrund mit dem Ziel einer vorläufigen Stabilisierung, temporäre Sicherungsmaßnahmen zur Ermöglichung des zeitgerechten Wiederaufstaus.
2. Phase: Herstellung einer neuen Dammdichtung mittels einer etwa 75 m tiefen Schlitzwand mit dem Ziel der Wiederherstellung einer dauerhaften Dammdichtung.
Nach erfolgreichem Abschluss der Phase 1 kann der Forggensee wieder aufgestaut werden und der Schifffahrtsbetrieb kann ohne Einschränkung aufgenommen werden.
Wie erfolgreich die Maßnahmen der Phase 1 greifen bekommen wir nach Auswertung der Erkenntnisse von Uniper mitgeteilt.
Schon jetzt muss damit gerechnet werden, dass ein planmäßiger Aufstau zum 01.06.2018 nicht stattfinden kann. Eine Verschiebung bis Ende Juni oder Anfang Juli wäre durchaus realistisch und sollte fest eingeplant werden.
Aus diesem Grunde müssen wir unseren Kunden eine Planungssicherheit geben und leider alle Reservierungen, die in diese Zeit fallen stornieren. Diese Entscheidung fällt uns sehr schwer, ist aber leider unumgänglich zumal wir keinerlei Einfluss auf diese Situation haben.
Uniper informiert auf folgender Webseite über den aktuellen Stand der Sanierungsarbeiten: www.uniper.energy/de/dammprojekt-rosshaupten

… 366 Tage Forggensee …

Eine Fahrt auf dem flächenmäßig größten Stausee Deutschlands sollte jeder Allgäuer und Allgäuer Gast einmal erlebt haben: Mit uns werden Sie seensüchtig!

Der Forggensee ist mit seinen zwölf Kilometern Länge und drei Kilometern Breite der größte See im Allgäu und der fünftgrößte Bayerns. Dabei ist er kein natürlicher See. Der Forggensee ist erst in den fünfziger Jahren als Lechstausee entstanden, dient als Kopfspeicher für die Lech abwärts gelegenen Wasserkraftwerke und ist für die Hochwasserregulierung des Lech bei der Schneeschmelze wichtig. Das Besondere am Forggensee: Er hat nur von Juni bis Mitte Oktober die volle Stauhöhe. Im Winter sieht man dann im leeren See die Reste der römischen Militärstraße Via Claudia Augusta, die mitten hindurch führte.
Schifffahrt in Bayern ist beliebt. Vom 1. Juni bis zum 15. Oktober dauert auf dem Forggensee die jährliche Saison der Schiffsrundfahrten. Die Fahrgastschiffe MS „Allgäu“ und MS „Füssen“ starten mehrmals täglich ab dem Bootshafen Füssen zur kleinen oder großen Schiffsrundfahrt. Der exklusive und einzigartige Blick auf Schloss Neuschwanstein, die Bergwelt der Ammergauer, Lechtaler und Tannheimer Alpen sowie die Füssener Stadtsilhouette ist inklusive. Die erste MS „Füssen“ und die etwas kleinere MS „Roßhaupten“ waren 1955 die Pioniere auf dem Forggensee und markierten den Start dieser Schifffahrt in Bayern. Zwei Jahre später übernahm die Stadt Füssen die bis dahin private Schifffahrtslinie. Nach 25 Jahren Dienst wurden die in Holzbauweise gefertigten Schiffe von der 210 Personen fassenden MS „Allgäu“ abgelöst. Sie sollte nicht alleine bleiben. Im Frühjahr 2000 kaufte die Stadt Füssen zusätzlich die größere MS „Füssen“, die 400 Personen transportieren kann. An Bord warten bei einer Schiffsrundfahrt kleine Imbisse, Eis, Getränke sowie Kaffee und Kuchenspezialitäten. Bei der großen Rundfahrt sind auch warme Gerichte und Brotzeiten im Angebot. Selbstverständlich kann man beide Schiffe auch exklusiv für Feiern oder Betriebsausflüge mieten.

Ein besonderes Schmankerl in der Schifffahrt in Bayern sind die Sonderfahrten auf dem Forggensee. Hierzu gehören die Romantischen Abendfahrten, die Abendfahrten mit Live-Musik, die König-Ludwig-Abendfahrten sowie NEU im Programm: Leseabenteuer mit LeseLotte.